Kooperation für den Artenschutz in Garbsen

5. Jahrgang der IGS mit Lehrer Andreas Beckervon Waldmar Wachtel
Die Bürgerstiftung Garbsen setzt die vor drei Jahren begonnene erfolgreiche Zusammenarbeit mit Garbsener Schulen fort. Nach Musikprojekten, der Unterstützung beim Aufbau einer Schülerfirma sowie der Ausstattung von Schulhöfen und einem Theaterprojekt, legt die Bürgerstiftung im Rahmen ihres Stiftungsauftrages zur Förderung des Natur-, Umwelt- und Landschaftsschutz das Projekt „Nistkästen“ auf. Für die Aktion konnten der Vorsitzende des Stiftungsrates Wolfgang Galler, Bürgermeister a. D und Daniela Grunwald-Galler, Schul-Eltern-Rats-Vorstand den Vorsitzenden des NABU Waldemar Wachtel, kurzfristig gewinnen.

Die Schülerinnen und Schüler des 5. Jahrganges der IGS bauen mit voller Begeisterung und mit weiterer Unterstützung von Kurt Baumert, Bürgerstiftung sowie Lothar Busch und Karl Hatopp, NABU, elf Bausätze für Meisen- und Starennistkästen zusammen. Von 8.00 bis 11:00 Uhr zeigen die Schüler/innen ihr handwerkliches Geschick. Anschließend, bis ca. 12:30 Uhr ging es gemeinsam zum Berenbosteler See, um die fertigen Nistkästen in geeigneten Bäumen anzubringen. Jeder Nistkasten wurde von Schülern/innen gekennzeichnet, so dass die Schüler/innen verfolgen können, ob ihr Nistkasten später tatsächlich belegt war.

Während der Aktion erhielten die Schüler/innen Informationen vom NABU über den Schutz der Natur. Der Schulleiter der IGS Garbsen, Andreas Hadaschik, sowie der schulische Projektleiter, Andreas Becker, unterstützen und ermöglichen der Bürgerstiftung Garbsen, eine solche Aktion mit ihren Schüler/innen und dem NABU durchzuführen. Sie haben sich sofort bereit erklärt diese Naturschutzaktion in ihren Unterricht einzubauen.

 

Wandertage bei den Amphibien - NABU ruft zur Unterstützung bei der Amphibienwanderung auf

Rendezvous im Mondschein: Die größeren Weibchen der Erdkröte tragen ihre Männchen Huckepack (Foto: Ricky Stankewitz)Viele Amphibien, vor allem Erdkröten und verschiedene Molcharten, benötigen im Frühjahr Unterstützung. Jedes Jahr ab Anfang März, wenn die Temperaturen über 8°C steigen, machen sich die Amphibien auf den Weg von ihren Winterquartieren zu den Laichgewässern. Besonders bei Regen sind die Frösche, Kröten und Molche verstärkt unterwegs. Dabei müssen sie auch Straßen überqueren und dies wird leider oft zu einer Todesfalle. Zum Schutz der Tiere ist der NABU auf die Rücksicht der Autofahrer und auf die Unterstützung von Helfern angewiesen.

Ein Abend an den Wanderstrecken wird zu einem aufregenden und romantischen Naturerlebnis, denn die Helfer können liebestolle Krötenmännchen zu ihrer Angebeteten bringen oder sogar in inniger Umarmung verschlungene Paare sicher über die Straße tragen. Mit Taschenlampe, Warnweste, Eimer und Einmalhandschuhen sind die Helfer für diesen wichtigen Einsatz für den Naturschutz passend ausgestattet. Und wer einmal stolz aufgerichtete Krötenmännchen und ihr werbendes Rufen live erleben möchte, ist herzlich an den verschiedenen Wanderzonen willkommen.

Fuß vom Gas!

Wer den NABU während der Amphibienwanderung nicht aktiv unterstützen kann, hat dennoch die Möglichkeit zu helfen. „Klären Sie bitte andere Autofahrer über den Grund der Geschwindigkeitsbegrenzungen auf“, bittet der 1. Vorsitzende des NABU Langenhagen Ricky Stankewitz. „Unter Pkw entsteht ab einer Geschwindigkeit von 30 km/h ein Unterdruck, der zum Tode der unter dem Wagen befindlichen Tiere führt. Die Amphibien müssen also nicht unbedingt unmittelbar mit dem Reifen überfahren werden, um großen Schaden anzurichten. Umso wichtiger ist es, sich in den Wanderzonen an die angegebenen Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten.“ Stankewitz weist außerdem auf die Gefährdung der ehrenamtlichen Helfer hin und bedankt sich im Voraus für das Verständnis der Autofahrer: „Auch die Helfer, die im Dunkeln die Tiere über die Straße tragen, werden durch zu schnell fahrende Autos gefährdet. Ich bedanke mich schon jetzt für das Verständnis und die Rücksichtnahme der Autofahrer.“

 

Schwere Zeiten für Greifvögel

von W. Wachtel:

W.Wachtel u. S. Daniel lesen die Daten vom Ring ab. Foto: W. WachtelMäusebussarde, Schleiereulen, Sperber, Turmfalken und Co. haben es in den Wintermonaten mit Schnee und Frösten schwer um an ihre gewohnte Nahrung zu kommen. Insbesondere die Bestände der Schleiereulen sind in dieser Zeit besonders gefährdet. Sie finden bei geschlossenen Schneedecken ein-fach nicht die nötige Nahrung an Mäusen und Kleingetier. In länger anhaltenden Wintertagen können bis zu 50% der Populationen verloren gehen. Waldemar Wachtel, Vorsitzender des NABU berichtet, dass bereits jetzt wieder Anrufe bei ihm eingehen, die auf tote Greifvögeln hinweisen.

Am Beispiel eines Turmfalken, Vogel des Jahres 2007 zeigt Wachtel auf, wie wichtig es ist, dass tote Greifvögel bei den Naturschutzverbänden gemeldet werden sollten. Wie auf dem beiliegenden Bild zu erkennen ist, hat u.a. die Familie Marlies und Siegfried Daniel am 05.01.16 einen verunfallten Turmfalken mit einem Ring am Bein gemeldet. Wachtel verabredete sich mit Daniels in deren Garten und konnte den Grund des Flugunfalls schnell feststellen. Beim Versuch, im Sturzflug einen Singvogel am Fut-terplatz zu schlagen, raste er gegen die Hauswand und verendete leider. Im Horizontalflug können Turmfalken eine Geschwindigkeit von 50 bis 66 km/h erreichen. Im Sturzflug könnte es aber auch mehr werden. Genaueres ist nicht bekannt. Wanderfalken erreichen dann ca. 200 km/h. Wachtel hatte bereits die Untere Naturschutzbehörde der Region informiert und wird die Daten nach der Übernahme des Fal-ken die Daten des Ringes an den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) melden, der die Daten an die Vogelwarte Helgoland weitergibt. Diese Daten sind für die Populationsdichte, den Lebensraum, das Wanderverhalten etc. sehr wichtig. Deswegen hat sich Wachtel bei Daniels für die Meldung besonders bedankt.

Der Turmfalke bevorzugt hochgelegene Brutplätze. Auf diese Vorliebe ist wohl auch sein Name zurück-zuführen. Der wissenschaftliche Name Tinnunculus bedeutet "schellend, klingend" und hängt mit den charakteristischen Rufen zusammen. Er ist rund 35 Zentimeter groß und gehört damit in Deutschland zu den kleinen Greifvögeln. Seine Spannweite beträgt 75 Zentimeter. Im Flug sind die Vögel an ihren langen spitzen Flügeln zu erkennen und natürlich an ihrem charakteristischen Rüttelflug. Turmfalken ernähren sich vorwiegend von Feldmäusen und anderen Wühlmäusen. Durch die Spezialisierung ent-steht eine Abhängigkeit vom Beutevorkommen. Die Bestände der Feldmäuse schwanken von Jahr zu Jahr beträchtlich; in manchen Gebieten gehen sie aufgrund der landwirtschaftlichen Bewirtschaftungs-methoden stark zurück. Vor allem in Zeiten, in denen Mäuse rar sind, erbeuten Turmfalken im schnellen Sturz- oder Verfolgungsflug auch kleinere Vögel. Darüber hinaus stehen Eidechsen und Insekten, vor allem Käfer und Heuschrecken, und gelegentlich Regenwürmer auf der Speisekarte. Die Zusammen-setzung ihrer Nahrung lässt sich von Experten gut untersuchen, da Turmfalken, wie alle anderen Greif-vögel, unverdauliche Reste der Beute im Magen zu Gewöllen zusammenpressen und dann ausspeien. Das Jagdrevier des Turmfalken umfasst rund 200 Hektar. Will man den Greifvögeln, Fasanen, Rebhüh-ner etc. im Winter helfen, können so genannte „Bodenschütten“ aufgestellt werden, in denen das Futter nachrutscht. Sie können auch an Feldhecken und Waldrändern aufgestellt werden. An ihnen sammeln sich oft auch Mäuse – eine willkommene Nahrung für die hungernden Greifvögel und Eulen! Es gibt auch Landwirte, die ähnliches unter ihren Schauern einrichten oder Luken an Scheunen offen lassen, damit insbesondere die Schleiereulen dort nach Mäusen jagen können.

NABU weist auf Wintergefahren für heimische Vögel hin


Haussperling und Star am Futterhäuschen Foto: W. WachtelBei der momentanen Wetterlage benötigen die hier gebliebenen Vögel unsere Hilfe. Das weiße Gestöber der letzten Tage bedeckt weite Teile der Landschaft mit einer dünnen Decke Schnee. Was für den Menschen schön anzuschauen ist, bedeutet für viele Vögel einen Mangel an Nahrungsquellen. Wer den gefiederten Freunden Nahrung anbieten möchte, den ruft der NABU dazu auf, beim Füttern von Wildvögeln im Winter einige Ratschläge zu beherzigen, um den Tieren nicht zu schaden. Die Frage, ob Vögel im Winter überhaupt gefüttert werden dürfen, beantwortet der NABU mit einem klaren Ja. „Wer Vögel füttert, kann sie optimal beobachten und wird mit spannenden Naturerlebnissen belohnt“, sagt NABU-Vorsitzender Waldemar Wachtel. „Gleichzeitig sollte klar sein, dass die Vogelfütterung die Probleme der Vogelwelt nicht löst. Einen naturnahen Garten, eine giftfreie Landwirtschaft und ein reiches Angebot an Nistmöglichkeiten kann man nicht durch ein paar Futterhäuschen ersetzen.“

Um die Winterfütterung zu erleichtern, empfiehlt der NABU die Beachtung folgender  Regeln.

1. Keine Speisereste verfüttern – am gefährlichsten sind gesalzene Speisen und Graubrote!
2. Artgerechtes Futter für die Vögel verwenden: Energiereiche Samen und Nüsse sind am besten geeignet. Dazu zählen u. a. Hafer, Maisflocken, Sonnenblumenkerne (geschält und ungeschält), andere Saaten, Erdnüsse (ungesalzen!), Haselnüsse, andere Nüsse, auch Haferflocken als Streu- und Futtermischungen. Die Mischung macht´s! „Damit z. B. Feinfresser wie Rotkehlchen, Heckenbraunelle und Erlenzeisig nicht ausgeschlossen werden, sollten keine ausschließlichen Fütterungen mit nur einer Futtersorte erfolgen. Das Futter sollte frei sein von Samen der gefährlichen Ambrosiapflanze“ führt Waldemar Wachtel weiter aus.
3. Keine Massenfutterplätze einrichten – sie begünstigen die Verbreitung von Krankheiten! Besser sind Futtersäulen und Futtertrichter und auch Kleinfutterhäuser, in denen das Futter trocken und gegen Verschmutzung geschützt ist. Mehrere solcher Futterstellen im Abstand zueinander anbringen, damit viele Vögel die Chance haben, sie zu nutzen. Amseln, Wacholderdrosseln, Rotkehlchen und andere Arten nutzen das herunterfallende Futter. Diese Plätze täglich, insbesondere zum Abend säubern.

Wer Spaß und Freude an der Beobachtung von Wintervögeln hat, seine Artenkenntnisse auffrischen möchte, kann unter www.stundederwintervoegel.de mehr erfahren.



»Ein König sucht sein Reich« – eine Bilanz in der Region Hannover

Ein König sucht sein Reich in der Region HannoverAmphibienschutz hat Tradition im NABU – so auch bei den Gruppen im NABU Regionalverband Hannover. Vor über zehn Jahren wurde das Amphibienschutzprojekt »Ein König sucht sein Reich« ins Leben gerufen. Hier soll versucht werden, eine Bilanz zu ziehen.

An den Gefährdungsursachen für unsere heimischen Amphibienarten hat sich nichts geändert. Noch immer stehen der Verlust von geeigneten Lebensräumen durch Siedlungsentwicklung (Bau von Industrie- und Wohngebieten) und durch industrielle Landwirtschaft an erster Stelle. Hinzu kommt die Zerschneidung von vorhandenen Lebensräumen durch Straßenbau. Wen wundert es also, wenn die Artengruppe der Amphibien in den roten Listen von Niedersachsen und Deutschland weiterhin schlechte Erhaltungszustände aufzeigen. So stehen von den 19 in Niedersachsen vorkommenden Amphibienarten elf Arten (58%) auf der Roten Liste: zwei „Vom Aussterben bedroht“; vier „Stark gefährdet“; vier „gefährdet“ und eine wurde in die Kategorie „Gefährdung unbekannten Außmaßes“ eingestuft. Drei weitere Arten stehen auf der Vorwarnliste und nur fünf Arten sind als „ungefährdet“ eingestuft. (PODLOUCKY & FISCHER 2013). Dieser Umstand führt dazu, dass der Schutz von Amphibien innerhalb des behördlichen Naturschutzes inzwischen noch mehr Aufmerksamkeit genießt.

Allerdings kann der ehrenamtliche Naturschutz durch Naturschutzverbände wie dem NABU wirkungsvoll unterstützen, denn sicherlich würde es im Amphibienschutz noch viel schlechter aussehen, wenn sich nicht viele Gruppen lokal für Frosch, Kröte und Molch einsetzen würden. Was die einzelnen Gruppen in der Region Hannover leisten, soll hier kurz beschrieben werden:

Burgdorf – Lehrte – Uetze (von Bernd Rose):

Im Bereich Burgdorf und Uetze haben wir mehrere neue Teiche angelegt und insgesamt 40 Kleingewässer in Betreuung. So pflegen wir hier alte und neue Biotope; alles für den kleinen König. Uwe Manzke hatte hier seinerzeit sehr viele Tümpel mit Laubfröschen festgestellt. Krötenzäune stellen wir bei uns an fünf verschiedenen Stellen auf. Dazu werden noch zwei Straßen nachts gesperrt.

Burgwedel – Isernhagen (von Christian Dulche):

Wir betreuen einen Krötenzaun zwischen Engensen und Ramlingen. Außerdem haben wir einen Teich in Isernhagen KB, einen auf der Papenwiese, einen am Eichenwald und einen im Vogelschutzgehölz. Wir sind gerade in Vorbereitung für eine neue Schlenke im Hastbruch.

Garbsen (von Dagmar Strube):

Kammmolche im Garbsener Winterquartier Foto: D. StrubeDer NABU Garbsen betreut jedes Frühjahr an verschiedenen Straßenabschnitten in Garbsen insgesamt ca. 4.000 m Amphibienschutzzäune. Mit gern gesehenen Helfern retten wir jedes Jahr rund 3.000 Lurche vor dem Überfahren und tragen sie an ihre Laichgewässer. Wir danken ausdrücklich diesen Helfern, ohne die diese Leistung nicht möglich wäre. Bei den geretteten Arten handelt es sich neben den Erdkröten und Froschlurchen unter anderem auch um Kammmolche und Knoblauchkröten.

Wir setzen uns für die Pflege und den Erhalt von Biotopen und Gewässern im Stadtgebiet in Kooperation mit den zuständigen Institutionen und Verwaltungen genauso ein wie für die Schaffung neuer Lebensräume. So wurden mit Beratung von Uwe Manzke mehrere Biotope im Stadtgebiet renaturiert. Ein schönes Beispiel, dass sich die Mühe der Verhandlungen und Arbeiten lohnt ist dies: Durch Trittsteinfunktionen ist es im Bereich des Berenbosteler Sees gelungen, dass unter anderem Kammmolche Biotope als Laichbiotope angenommen haben. Juvenile Kammmolche werden zusätzlich in der Nähe eines der Laichbiotope jedes Jahr in einem seit 2009 bestehenden Winterquartier für Fledermäuse als Überwinterungsgäste beobachtet und zusätzlich kartiert. Das Winterquartier der Fledermäuse wurde auch als Molchquartier optimiert. Weiterhin runden wir durch Schülerexkursionen, Informationsveranstaltungen bis hin zu kleinen Vorträgen den Themenbereich als Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit ab.

Gehrden (von Gisela Wicke):

Mehr als zehn Jahre kümmern wir uns um drei Kleingewässer am Nordrand des Gehrdener Berges in zwei Obstgärten. Es kommen dort vor allem Erdkröten aber auch Molche vor. Zwei Kleingewässer wurden vom NABU neu angelegt. In dem geschützten Biotop »Moselwiese« im Kirchwehrener Wald (FFH-Gebiet) nördlich von Gehrden hat der NABU vor mehr als 20 Jahren verschiedene Teiche angelegt, in dem sich Amphibien angesiedelt haben. Im Rahmen der Übernahme der Patenschaft eines Regenrückhaltebeckens östlich von Gehrden führen wir regelmäßig Pflegearbeiten zur Erhaltung der Wasserqualität durch.

Hannover (von Inge Scherber und Karola Herrmann):

Wir haben in Hemmingen inzwischen vier Kleingewässer angelegt, die wir auch betreuen. Zusätzlich betreuen wir einen Amphibienschutzzaun in Hemmingen zwischen Ohlendorf und Devese: 1000 m lang, 50 Eimer. Die Zahl der geretteten Tiere (vor allem Erdkröten) ist von 600 im Jahr 2004 auf stolze 3.700 im Jahr 2015 angestiegen. Kleingewässer in unseren Betreuungsgebieten sind in den Sohrwiesen, am Steinfeld, in Devese und in Arnum auf der Verwilderungsfläche am Freibad. Einsätze werden (mit Außnahme der Sohrwiesen) dort nicht durchgeführt. Dann ist da noch Brinksoot mit diversen Tümpeln, wo der NABU Hannover gerne tätig werden würde, wenn sich Leute dafür finden.

Laatzen (von Stefan Rüter):

In der Leineaue bei Laatzen sind in den vergangenen Jahren wiederholt einzelne Laubfrösche gemeldet worden. Zuletzt wurden 2015 im Bereich des Naturschutzgebietes »Alte Leine« wieder einige rufende Laubfrösche registriert. Der NABU Laatzen begleitet inzwischen verschiedene Studienarbeiten (Uni Hannover), die sich mit der Lebensraumeignung von Gewässern im Raum Laatzen für den Laubfrosch beschäftigen. Darüber hinaus wird kontinuierlich der Wissensstand über die Amphibienfauna im Gebiet erweitert. Derzeit werden entlang der Alten Leine erstmals mehrere Kleingewässer kartiert und es konnte u.a. der Kammmolch nachgewiesen werden. Für diese Gewässer werden Pflege- und Entwicklungskonzepte erarbeitet, die zukünftig im Rahmen der Schutzgebietsbetreuung umgesetzt werden sollen.

Im Bereich »Quetzenbleek« hat der NABU Laatzen in den 1990er Jahren ein Kleingewässer angelegt, welches regelmäßig gepflegt wird (partielle Schaffung von Offenbodenbereichen, Mahd, Gehölzentnahme). Inzwischen haben sich dort gefährdete Pflanzenarten wie die Schwanenblume angesiedelt. Auch an anderen Gewässern in der Leineaue werden in Absprache mit der Naturschutzbehörde immer wieder Arbeitseinsätze durchgeführt. So wurden 2013 Gehölze entlang eines renaturierten Wasserrückhaltebeckens gefällt, um eine zu starke Beschattung des Gewässers zu verhindern und den Offenlandcharakter der Auenlandschaft zu erhalten.

Im Bereich der Leinebrücke Talstraße (Alt-Laatzen) kümmert sich der NABU Laatzen seit vielen Jahren um die Absperrung einer Straße während der Amphibienwanderung. Die Themen Amphibienschutz und Kleingewässerschutz werden auch in der Dauerausstellung über die Leineaue im Naturschutzzentrum »Alte Feuerwache« behandelt. Es werden hier auch regelmäßig Kinderaktionen angeboten, im Rahmen derer ausgewählte Kleingewässer unter Anleitung mit dem Kescher und der Becherlupe erkundet werden können.

Langenhagen (von Ricky Stankewitz):

In Langenhagen ist der Laubfrosch nie ausgestorben, weshalb sich der NABU Langenhagen für den Schutz und die Pflege von Kleingewässern, als Lebensraum für den sympathischen Froschlurch, besonders verantwortlich fühlt. Große Vorkommen des Laubfrosches sind im Bereich Engelbostel, Kaltenweide, insbesondere in Kananohe bekannt. Ein großartiger Erfolg für den Amphibienschutz war die Sanierung von 27 Kleingewässern im Umfeld des Flughafens Hannover – Langenhagen im Jahr 2013, wodurch insbesondere dem Laubfrosch wieder zahlreiche Laichgewässer zur Verfügung stehen. Insgesamt betreut und pflegt der NABU Langenhagen derzeit 36 Kleingewässer.

In Langenhagen werden Kleingewässer durch Beweidung mit Sportpferden gepflegt. Foto: R. StankewitzMit dem Kananoher Forst, dem Bissendorfer Moor und den noch zahlreichen Grünlandflächen mit Kleingewässern sieht der Nordwesten von Langenhagen aus Naturschutzsicht recht gut aus. Ganz anders stellt sich die Situation im Nordosten dar. Hier dominieren intensiv landwirtschaftlich genutzte Flächen, bei denen von Artenvielfalt kaum die Rede sein kann. Um diesem Missstand zu begegnen, haben wir in den letzten Jahren die Planungen zum Projekt »Lebendige Wietzeaue« vorangetrieben und beginnen im Jahr 2015 mit den ersten Maßnahmen. Auf einer Fläche von Rund 13.000 m² wird der NABU einen ehemals intensiv genutzten Acker in artenreiches Grünland umwandeln und auch ein Kleingewässer anlegen. Innerhalb der nächsten fünf Jahre sollen die Bedingungen für eine erfolgreiche Wiederansiedlung des Europäischen Laubfrosches geschaffen werden. Dafür wird ein Biotopverbund von Kleingewässern im Abstand von 750 bis 1.000 Meter benötigt. Durch die hohen Lebensraumansprüche des Laubfrosches profitiert nicht nur der stark gefährdete Froschlurch, sondern natürlich auch viele andere Tier- und Pflanzenarten. Mit den bereits vorhandenen drei Kleingewässern auf den Weideflächen von NABU-Vorstandsmitglied Carsten Engelke, dem vorhandenen Kleingewässer im SPARC-Gebiet und den geplanten Kleingewässern zwischen den vorhandenen sind wir diesem Biotopverbund einen bedeutenden Schritt näher gekommen. Langfristig soll dieser Verbund entlang der Wietze über Hainhaus und Maspe eine Vernetzung in Richtung Wedemark, Isernhagen und Burgwedel ermöglichen.

Natürlich betreut auch der NABU Langenhagen verschiedene Straßenabschnitte, die von Amphibien während der alljährlichen Wanderung zu den Laichgewässern gequert werden. Einen Schutzzaun gibt es an der Evershorster Straße, ein weiterer ist für den Stucken-Mühlen-Weg in Krähenwinkel geplant. Außerdem gibt es noch Straßensperrungen am Flughafen auf den Wirtschaftswegen und die Straße „An der neuen Bult“. Jede Hilfe bei der Schutzzaunbetreuung aber auch gerne bei der Pflege von Kleingewässern ist willkommen.

Neustadt (von Werner Magers):

Die Mitglieder im Fachbereich Reptilien/Amphibien des NABU Neustadt e.V. kartieren z. Zeit alle Gewässer und deren Lebewesen im Bereich der Stadt Neustadt. Je nach Grundstücksangebot lassen wir ein bis zwei neue Teiche baggern. Bislang neun Stück und ein weiterer ist in Planung. Wir stellen jährlich 3.100 m Krötenzäune an 4 verschiedenen Orten auf. Die Ergebnisse der Amphibienzählung sind an allen Orten recht schwankend. Die letzte Zählung ergab 3.994 Amphibien. Die Optimierung der Kreuzotterlebensräume in Teilbereichen des »Toten Moores« führte zu einem stabilen Bestand der Kreuzottern. Im Bereich der »Auter« wurde nach unseren Vorstellungen ein Hochwasserrückhaltebecken gebaut, welches auch Amphibien/Reptilien sehr zugute kommt.

Seelze (von Friedhelm Ilse):

Der Edelkrebs (Astacus astacus) ist im Jahr 2009 wieder im Lohnder Bach entdeckt worden. Es ist zwar kein Lurch, aber dafür etwas ganz Besonderes, woraufhin wir uns sofort mit dem Unterhaltungsverband U52 Mittlere Leine, Herrn Hüper in Verbindung gesetzt haben, um den Krebs zu schützen. Wir haben daraufhin im Lohnder Bach Unterschlüpfe für den Krebs an den Böschungskannten angebracht und es wurde eine Krebssperre ca. 300 m vor der Leine in den Bach eingebaut, damit nicht der Amerikanische Flusskrebs dort hochwandern und die Krebspest verbreiten kann. Im Moment sind 60 Exemplare festgestellt worden, es sind aber sicherlich mehr. Außerdem haben wir im Stadtgebiet Seelze drei kleine Tümpel für Amphibien ausbaggern lassen, die sehr gut angenommen wurden. In einem Tümpel waren gleich nach drei Wochen Kaulquappen von der Knoblauchkröte zu sehen. Zudem betreuen wir noch drei Regenwasserrückhaltebecken im Stadtgebiet Seelze.

Wedemark (von Martin Lilienthal):

In der Wedemark haben wir einen Teich für Laubfrösche angelegt und pflegen ihn seit Jahren.

Wunstorf (von Karl-Heinz Nagel):

Die Wiederansiedlung des Laubfrosches am Steinhuder Meer war erfolgreich! Foto: R. StankewitzSeit Herbst 2014 führen wir in Zusammenarbeit mit der Ökologischen Schutzstation Steinhuder Meer e.V. (ÖSSM) ein Projekt zur Wiederansiedlung des Laubfrosches am Südwestrand des »Toten Moores« durch. Dieses Projekt wird aus Mitteln der Region Hannover (Richtlinie Biodiversität) gefördert. Im Herbst 2014 wurden bestehende Tümpel vitalisiert, d.h. geringfügig erweitert und aufkommendes Buschwerk beseitigt. 2015 erfolgte mit Zustimmung der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) die Entnahme von Laichballen aus der sich gut entwickelnden Population in den Meerbruchwiesen um diese bei der ÖSSM vorzuziehen. Wenn die Laubfrösche alt genug sind, werden sie in den vorbereiteten Blänken ausgesetzt. Dasselbe wird 2016 wiederholt. 2016 erfolgt eine Effizienzkontrolle, das heißt, es werden rufende Männchen erfasst. Den Abschluss des Projektes bildet dann ein Bericht für die UNB. Eine weitere Planung / Initiierung zur Anlage von Neugewässern ist denkbar, aber zur Zeit nicht akut.

Zur Zeit besteht bei der Gruppe Wunstorf kein Betreuungsprogramm für Kleingewässer. Die Ursache hierfür liegt in erster Linie darin, dass kaum noch Kleingewässer existieren, vor allem im südlichen Teil des Stadtgebietes, welcher intensiv landwirtschaftlich genutzt wird. Eine Ist-Aufnahme, auch der Amphibienarten ist aber geplant.

Vor etlichen Jahren hatte der NABU Wunstorf über mehrere Jahre Krötenzäune zwischen dem Ortsteil Idensen und dem Ort Auhagen aufgestellt. Diese Aktion haben wir wieder eingestellt, da a) die Amphibienzahl recht gering war, b) die Eimer nachts immer von Beutegreifern (wohl überwiegend Dachs) abgesucht wurden und c) die regelmäßige Kontrolle nicht mehr gewährleistet war. Es gibt zwar weitere Stellen, an denen es zu Verlusten bei der Krötenwanderung kommt. Die Verluste sind aber offensichtlich nicht so groß, dass die Populationen gefährdet zu sein scheinen. So ist das Überfahren von Kröten zwischen Wunstorf und dem Hohen Holz schon seit Jahrzehnten bekannt. Andererseits werden durch die Anlage von Regenrückhaltebecken zwar immer neue Laichgewässer angelegt, aber auch neue Verlustzonen geschaffen. Der NABU Wunstorf versucht mit der Stadt Wunstorf für die einzelnen Stellen dauerhafte Lösungen zu finden, da er personell leider nicht in der Lage ist, alljährlich für eine Dauer von mehreren Wochen Helfer bereit zu stellen. In einige Planungen sind bereits Amphibienschutzmaßnahmen eingeflossen wie z.B. sogar das neue Regionsraumordnungsprogramm (RROP) 2015 und die Planungen für die Wunstorfer Nordumgehung. Es ist daher nur eine Frage der Zeit, wann diese von öffentlicher Seite endlich umgesetzt werden.

Fazit:

Seitdem das Projekt »Ein König sucht sein Reich« ins Leben gerufen wurde, sind viele Maßnahmen für Laubfrosch & Co. umgesetzt wurden. Besondere Schwerpunkte für die Verbreitung des Laubfrosches sind am Steinhuder Meer in den Meerbruchwiesen und im Nordwesten von Langenhagen. An einer langfristigen Sicherung der Bestände, sowie an der Vernetzung der Populationen wird weiterhin gearbeitet, wobei alle Arten von Unterstützung – ob körperlicher Einsatz bei Pflegemaßnahmen oder finanzielle Unterstützung durch eine Mitgliedschaft im NABU – willkommen sind. Dennoch sind insbesondere Amphibien weiterhin durch den Verlust vorhandener Lebensräume bedroht, was insbesondere durch die Naturschutzbehörden bei der Eingriffsbewertung berücksichtigt werden muss. Auch die Bedrohung durch eine immer stärkere intensive landwirtschaftliche Nutzung führt dazu, dass die Bestandstrends gerade der seltenen Amphibienarten von einer Erholung weit entfernt sind. Daher möchte ich hier den Schlusssatz des Berichts 'Die Lage der Natur in Deutschland – Ergebnisse von EU-Vogelschutz- und FFH-Bericht' (BfN 2013) hier zittieren:

Der Schutz der biologischen Vielfalt für künftige Generationen ist keine Aufgabe des Naturschutzes allein, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, bei der auch anderen Bereichen wie der Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Wasserwirtschaft und Fischerei eine wesentliche Rolle zukommt. Unabdingbare Voraussetzung für die Erreichung der nationalen und europäischen Naturschutzziele ist es daher, dass Naturschutz noch stärker als bisher als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden und gelebt wird.


Abschließend soll hier allen Aktiven im Amphibien- und Kleingewässerschutz gedankt werden, insbesondere Uwe Manzke, dessen Bemühungen in den vergangenen Jahren maßgeblich zum Erhalt bedeutender Amphibienpopulationen in der Region Hannover beigetragen haben.

Literatur:

BfN (2013): Die Lage der Natur in Deutschland – Ergebnisse von EU-Vogelschutz- und FFH-Bericht
PODLOUCKY, R. & C. FISCHER (2013): Rote Listen und Gesamtartenlisten der Amphibien und Reptilien in Niedersachsen und Bremen, 4. Fassung, Stand Januar 2013. - Inform.d. Naturschutz Niedersachs. 33 Nr. 4 (4/2013)

weitergehende Informationen zum Projekt »Ein König sucht sein Reich« finden Sie unter:
www.laubfrosch-hannover.de


Flughafen Hannover-Langenhagen: Umweltdezernent schließt Bejagung von Störchen wegen Vogelschlagrisiko aus – Vergrämung vor Abschuss

Für den Umgang mit Weißstörchen im Umfeld des Flughafens werden Lösungen gesucht. Foto: R. StankewitzHannover/Langenhagen – Sollte die Flughafen Hannover-Langenhagen GmbH aus Gründen der Flugsicherheit beantragen, Weißstörche im Umfeld der Start- und Landebahnen abschießen zu dürfen, werde die Region Hannover dies umfassend prüfen, kündigte am 26. August 2015 Umweltdezernent Prof. Dr. Axel Priebs an. Priebs reagiert damit auf entsprechende Berichte in den Medien: "Es wäre verantwortungslos, sich mit diesen Konflikten nicht auseinander zu setzen. Die Vorstellung einer regelrechten Bejagung von Störchen ist aber absurd“, so Priebs weiter.

Derzeit führt die Region Hannover mit der Flughafen Hannover-Langenhagen GmbH, dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr sowie dem Weißstorchbeauftragten Gespräche über die Frage, mit welchen Mitteln Störche im Nahbereich des Flughafens vergrämt werden können. Es wird darüberhinaus versucht, das Flughafengelände weniger attraktiv zu machen, zum Beispiel über eine Eindämmung des Nahrungsangebotes. Im Gegenzug sollen dafür gezielt Flächen außerhalb sicherheitsrelevanter Bereiche angeboten werden. Für den absoluten Ernstfall, also eine Situation in der einem Flugzeug während der Start- oder Landephase trotz aller getroffenen Maßnahmen ein konkretes Vogelschlagrisiko droht und die Flugsicherheit nur durch den Abschuss gewährleistet werden kann, werden in diesem Rahmen auch die artenschutzrechtlichen Gegebenheiten geprüft. Prof. Priebs: „Ein Abschuss von Störchen ist artenschutzrechtlich grundsätzlich nicht zulässig. Wenn der angekündigte Antrag des Flughafens kommt, werden wir die rechtlichen Möglichkeiten und Grenzen intensiv prüfen“. Die wachsende Storchenpopulation in der Region Hannover gilt als Indikator für eine intakte Umwelt und Artenvielfalt. 51 mit Brutpaaren besetzte Nester hat der Weißstorchenbeauftragte der Region Hannover im Jahr 2015 gezählt. Dieses Ergebnis bezeichnet Priebs ausdrücklich als Erfolg für den Naturschutz.

Der Weißstorch ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatschG) streng geschützt. Mit der wachsenden Population geht besonders im sicherheitsrelevanten Nahbereich des Flughafens Langenhagen ein erhöhtes Vogelschlagrisiko für den Luftverkehr einher. Grundsätzlich bietet das Flughafengelände in Langenhagen ein reiches Nahrungsangebot. Da Störche teilweise an den Umgang mit Menschen gewöhnt sind, gestaltet sich die Vergrämung über Maßnahmen bis hin zum Einsatz von Schreckschusspistolen oftmals schwierig. Aufgrund verschiedener Vorfälle ist diese Herausforderung für die Sicherheit des Luftverkehrs in diesem Sommer wieder verstärkt in den Blick geraten. "Es geht hier um eine verantwortungsvolle Regelung für einen Ernstfall, die Rechtssicherheit schafft. Einen Freibrief zum Töten von Störchen wird es mit mir nicht geben", betonte Priebs.

Quelle: Pressemitteilung Nr. 376/2015 der Region Hannover

NABU Regionalverband Hannover bestätigt bisherigen Vorstand einstimmig auf der Hauptversammlung in Garbsen

Vorstand des NABU Regionalverbandes Hannover: von l. n. r. Manfred Tschäke, Ricky Stankewitz, Waldemar Wachtel, Klaus Holze Waldemar Wachtel, 1. Vorsitzender des Stadtverbandes Garbsen wurde als erster, Ricky Stankewitz, 1. Vors. des NABU Langenhagen als zweiter Vorsitzender und Klaus Holze aus Springe als Kassenwart jeweils ohne Gegenstimmen für zwei weitere Jahre im Amt bestätigt. Die Kassenprüfer Friedhelm Ilse, 1. Vors. NABU Seelze und Manfred Tschäke, NABU Burgdorf, Lehrte, Uetze wurden neu gewählt. Der Vorstand vertritt die Interessen von 15 NABU-Stadtverbänden und weiteren Gruppen mit ca. 14.000 Mitgliedern in der Region Hannover. Vorsitzender Wachtel konnte in seinem Geschäftsbericht über ein umfassendes Engagement des Regionalverbandes in der Region Hannover berichten. Das Niedersächsische Naturschutzgroßprojekt Hannoversche Moorgeest, der erfolgreiche Schutz der Leineaue durch die Verhinderung des riesigen Leinesees von Hannover bis zur A 2 hinter der Garbsener Schweiz, das Regionale Raumordnungsprogramm (RROP) mit den Vorranggebieten für Windkraftanlagen, die Erweiterung der Naturschutzflächen Steinhuder Meer, die riesigen Stromtrassen, die quer durch die Region Hannover führen sollen sowie weitere Natur- und Umweltschutz-Projekte wurden und werden vom Regionalverband bearbeitet.