Heuschrecken bewohnen die unterschiedlichsten Lebensräume. Die Roten Listen der Heuschrecken spiegeln den heutigen Landschaftszustand wider: Arten trockener und magerer Biotope sowie Arten von Feuchtlebensräumen stehen mittlerweile ganz oben auf den Roten Listen.
Durch die zunehmende Erwärmung gelangen viele wärmebedürftigere Arten immer weiter in den Norden. Seit Anfang der 1990er Jahre sind mindestens zwei "neue" Heuschreckenarten in die Region Hannover eingewandert (eingeflogen).
Der warme Juni 2006 ermöglichte das Überleben vieler Heuschreckenlarven in z.T. großen Individuendichten. Hohe Dichten können zu "Stress" führen, eine Folge ist die Entwicklung flugfähiger Wanderformen ("Flucht-Formen"). In sehr warmen bis heißen Jahren (vor allem während der Larvalzeit im Mai-Juni) ist daher mit vielen langflügeligen Individuen, ansonsten kurzflügeliger Heuschreckenarten zu rechnen, schauen Sie einmal genauer hin. Es gibt auch sogenannte "Flugtage". Besonders an Tagen mit geringen (!) Windstärken und vor Gewittern (Wetterumschwung) fliegen viele Insekten davon und verlassen ihre Brutgebiete. Auffallend sind dann die vielen Ameisen und auch Heuschrecken inmitten der dichten Bebauung der Städte, auf Balkonen, Dachterassen und anderen Landeplätzen.