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NABU spricht sich für die Erhaltung des Vierspartenmuseums in Hannover aus
Pro "Nemo" - Für Naturkunde in Hannover!
Die Zukunft der Naturkunde mit dem Vivarium/Aquarium im Landesmuseum Hannover sieht trübe aus
von Uwe Manzke
Hannover, 06.08.2008
In den vergangenen Wochen beschäftigte sich die Presse vermehrt mit den niedersächsischen Museen, so auch mit dem Landesmuseum in Hannover. Die Meldungen und Informationen waren unterschiedlich, allen gemein war aber, dass das Landes-
museum umstrukturiert werden soll. Nach wie vor weiß niemand genau, was der Minister für Wissenschaft und Kultur Lutz Stratmann (CDU) vor hat.
Verantwortliche der Museen, als auch der fördernden Vereine sollen bisher keine Informationen, geschweige denn eine Einbindung in den geplanten Umstrukturie-
rungsprozess, erfahren haben.
Es wird vom Ausbau der Staatsgalerie gesprochen - auf Kosten der anderen historischen und traditionsreichen Säulen des Museums, wie der Archäologie, der Völkerkunde und der Naturkunde mit dem Vivarium. Die bekannt gewordenen Planungen sehen eine Auslagerung der Archäologie nach Braunschweig, der Völkerkunde nach Göttingen und der Naturkunde nach Braunschweig oder Oldenburg vor. Eine deutliche Verkleinerung - wenn nicht gar Schließung - des Vivariums ist im Gespräch.
Anstatt weiterhin die Einwohner und den Nachwuchs in und um Hannover zu bilden und zu informieren soll sich die Landeshauptstadt wohl zukünftig mit einer Staatsgalerie profilieren, Sektempfänge für einige Wenige inbegriffen?
Anstatt in eine Wissensgesellschaft zu investieren, soll anscheinend einer kurzlebigen "Event-Kultur" der Vorzug gegeben werden?
Gemeinsam mit den fördernden Vereinen des Landesmuseums spricht sich der NABU Regionalverband Hannover und der NABU Niedersachsen gegen die bekannt gewordenen Änderungspläne aus. Wir schließen uns den Forderungen der Naturhistorischen Gesellschaft Hannover, der Ethnologischen Gesellschaft Hannover e. V., der Freunde der Naturkunde im Niedersächsischen Landes-
museum e. V., des Freundeskreises Ur- und Frühgeschichte, der Kunstfreunde Hannover e. V., des Niedersächsischen Landesvereins für Urgeschichte e. V. und des Historischen Vereins für Niedersachsen e. V. an:
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Kunst, Naturkunde mit Vivarium, Archäologie und Ethnologie müssen auch weiterhin in der Landeshauptstadt Hannover präsentiert werden.
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Eine attraktive Neukonzeption für die Naturkunde mit Vivarium, der Ethnologie und der Archäologie muß erfolgen und umgesetzt werden.
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Alle fördernden Vereine und Gesellschaften am Landesmuseum Hannover müssen in die Planungen des Ministeriums eingebunden werden.
Gemeinsam mit den genannten und weiteren Vereinen und Interessengruppen wird sich der NABU an den Protesten beteiligen.
Nicht zuletzt auch weil unser Projekt "Ein König sucht sein Reich" vom
Vivarium des Landesmuseum Hannover unterstützt wird. Nach den Sommerferien sind Unterschriftenaktionen geplant. Wir werden Sie informieren. mz
Mehr auf den Seiten der Naturhistorischen Gesellschaft Hannover:
Lange vorausgeplant oder Schnellschuss? Kommentar zur Situation des
Landesmuseums Hannover
Der NABU im Landesmuseum Hannover Internationaler Museumstag und
Natürlich Niedersachsen - der Sonntag für den Naturschutz (21.05.2007).
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