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Naturschutzgroßprojekt "Hannoversche Moorgeest"
Region Hannover stellt erste Ergebnisse vor
von Uwe Manzke
Bissendorf/Hannover, 05.12.2008
Am 01. Dezember wurden im Bürgerhaus in Bissendorf die Ergebnisse der grundlegenden Bestandserhebungen zum Naturschutzgroßprojekt "Hannover-
sche Moorgeest" durch die beauftragten Gutachter vorgestellt. In den einleitenden Worten machte Prof. Dr. Axel Priebs deutlich, dass die Region das wichtige Projekt nach wie vor durchführen will und dass weder Land- noch Forstwirte oder Anwohner durch das Projekt Schaden erleiden sollen.
Gerhard Meyer, Leiter des Fachbereichs Umwelt, stellte die neue Projektmanagerin Dipl.-Ing. Agrar Reinhild Muschter vor und erläuterte die ergänzte "Projektarchitektur" anhand einer Pyramide mit vier Ebenen. An der Basis stehen die Arbeitskreise zu verschiedenen Themen, in denen sich jeder interessierte Bürger beteiligen kann, dann folgt die Projektbegleitende Arbeitsgruppe mit jeweils einem Vertreter aus den verschiedenen Interessengruppen. Neu hinzugekommen ist der "Projekt-
ausschuss" mit zwei Vertretern des Landvolkes, einem Vertreter der Wasser- und Bodenverbände und je einem Vertreter der großen Naturschutzverbände von BUND und NABU. An der Spitze der Pyramide steht die Lenkungsgruppe mit Vertretern der Region, des Landes und des Bundes.
Erneut wurde erklärt, dass aufgrund der Erhebungen Maßnahmenvorschläge erarbeitet werden, die dann in Abstimmung mit den beteiligten Eigentümern, Landwirten, Wasser- und Bodenverbänden sowie weiteren Nutzern und Anliegern vor Ort umgesetzt werden sollen. Diese Maßnahmen werden dann in einem Pflege- und Entwicklungsplan formuliert und anschließend umgesetzt.
Im weiteren Verlauf wurden die Ergebnisse der bisherigen sozioökonomischen Analyse, der Kartierung von Flora und Fauna sowie die hydrogeologischen Bestandsaufnahmen vorgestellt. Die Ergebnisse sollen demnächst im Internet auf den Projektseiten der Region Hannover abrufbar sein.
Aus Sicht des Naturschutzes wurde die hohe Bedeutung der vier Hochmoore bestätigt. So konnten 126 Biotoptypen mit über 230 Pflanzenarten festgestellt werden. Immerhin 49% sind noch als Naturbiotope anzusprechen, 21% als Sukzessionsbiotope, 5% als historische Kulturbiotope (z.B. Heiden, Magerrasen) und nur 25% als aktuelle Kulturbiotope (z.B. Wiesen, Weiden, Äcker). Leider sind ca. 30% der Moore stark entwässert, 32% deutlich entwässert und nur 8% erscheinen intakt (die restlichen 30% konnten nicht eindeutig zugeordnet werden).
Bei der faunistischen Kartierung wurden acht Tiergruppen genauer untersucht und sechs weitere fanden als "Beifang" Berücksichtigung. So wurden die Brutvögel flächendeckend und die weiteren Artengruppen der Fledermäuse, der Reptilien, der Amphibien, der Libellen, der Nachtfalter, der Tagfalter und der Laufkäfer auf ausgesuchten Probeflächen untersucht. Von den 114 beobachteten Vogelarten brüten 90 Arten im Gebiet, darunter vom Aussterben bedrohte Arten wie Bekassine und Großer Brachvogel. Auf lediglich 15 Probeflächen wurden alle drei in der Region Hannover heimischen Schlangenarten, sowie Waldeidechse und Blindschleiche bestätigt. Unter den Amphibien (nur 18 Gewässer untersucht) sind besonders die Vorkommen vom Kl. Wasserfrosch und vom Moorfrosch hervorzuheben. Immerhin zehn von elf möglichen "Moorlibellen" konnten an insgesamt 31 Probestellen nachgewiesen werden, so auch die Zwerglibelle, von der in ganz Niedersachsen weniger als fünf Fundorte bekannt sind. So mag es nicht weiter erstaunen, dass auch bei den anderen untersuchten Artengruppen erfreulich viele moortypische Arten nachgewiesen wurden, wie beispielsweise bei den Tagfaltern der Hochmoorbläuling, der Hochmoor-Perlmuttfalter und das Große Wiesenvögelchen. Bei den Nachtfaltern wurden 265 Arten kartiert, von denen 43 Arten auf der Roten Liste stehen. Bei den Laufkäfern waren es 104 Arten, wovon 21 in den Roten Listen als gefährdete Arten geführt werden. Die vier Hochmoore haben daher für die Fauna eine herausragende und landesweite Bedeutung.
Die Ausführungen zur Hydrogeologie zeigten, dass viele Teilbereiche der Moore trotz der Untersuchung in einem "Nassjahr" viel zu schnell trockenfallen. Auch wurde deutlich, dass das
Neubaugebiet "Weiherfeld" in Langenhagen-Kaltenweide nach Westen, in Richtung Bissendorfer Moor, entwässert und nicht umgekehrt.
Zusammenfassend läßt sich sagen, dass die aktuellen Bestandserhebungen den hohen Wert der vier Hochmoore bestätigen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass es den Mooren "gut geht" und man es doch beim jetzigen "Status Quo" belassen könne. Die Ergebnisse zeigen vielmehr, dass die Moore stark beeinträchtigt sind und dass die angestrebte Revitalisierung nicht ohne die Wiederherstellung des Wasserhaushaltes der Hochmoore (ausschließlich regenwassergespeist, ombrogene Hochmoore) funktionieren kann.
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Einladung zu den Moor-Aktionstagen am 20. und 21. September
Aktionskreis "Hannoversche Moorgeest" lädt zu einem informativen und bürgernahen Wochenende ein
Wedemark/Hannover, 01.09.2008
Die Hannoversche Moorgeest erstreckt sich von der Fuhse im Osten bis zur Weser im Westen und wird im Norden von der Aller begrenzt.
Sie beherbergt einen der wertvollsten Hochmoorkomplexe in Niedersachsen. Daher wurde für das Bissendorfer-, das Ottern-
hagener-, das Helstorfer- und das Schwarze Moor das "Naturschutz-
großprojekt Hannoversche Moor-
geest" von gesamtstaatlich repräsentativer Bedeutung ins Leben gerufen. Die erste Planungsphase mit vielen grundlegenden Untersuchungen hat bereits letztes Jahr begonnen.
Um über die Ziele des Naturschutzes zur Erhaltung und Revitalisierung für dieses Gebiet zu informieren, lädt der Aktionskreis Hannoversche Moorgeest interessierte Bürger zu den Mooraktionstagen am 20. und 21. September 2008 in Bissendorf ein. Der Aktionskreis wird gefördert von BUND, NABU, FAM (Faunistische Arbeits-
gemeinschaft Moore) und NVL (Naturkundliche Vereinigung Langenhagen).
Der Auftakt beginnt am Samstag, den 20. September um 18.30 Uhr mit einer Veranstaltung im Bürgerhaus in Bissendorf. Dr. Reinhard Löhmer führt durch eine Moor-Ausstellung im Foyer. Gestärkt mit Moorschnucken-Spezialitäten und Getränken geht es um 20.00 Uhr weiter mit einem Vortrag von Prof. Dr. Hansjörg Küster, Präsident des Niedersächsischen Heimatbundes, zum Thema "Perspektiven für die Moore und den ländlichen Raum" mit anschließender Diskussion und Aussprache. Am Sonntag, den 21. September führen vormittags und nachmittags fünf verschiedene Moor-Exkursionen unter fach- und ortskundiger Leitung in die Moorgebiete.
Das Programm und weitere Informationen zu den Moor-Aktionstagen finden Sie hier als PDF zum Ausdruck:
Faltblatt .
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Programm "Moor-Aktionstage am 20. und 21. September 2008"
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Samstag, 20. September 2008
Tagungsort: Bürgerhaus in Bissendorf, Am Markt 1
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| 18:30 h
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Begrüßung und Führung durch die Moorschutzausstellung im Foyer des Bürgerhauses - Dr. Reinhard Löhmer
Stärkung durch Moorschnucken-Spezialitäten und Getränke
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| 20:00 h
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"Perspektiven für die Moore und den ländlichen Raum" - Prof. Dr. Hansjörg Küster, Präsident des Nieder-
sächsischen Heimatbundes
- im Anschluss: Aussprache und naturschutzfachliche Erläuterungen durch örtliche Naturschützer sowie kurze Einführung in die Exkursionsgebiete
Moderation durch Bernd Haase, Redakteur der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung
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Sonntag, 21. September 2008
Exkursionen und Führungen
(festes Schuhwerk, Gummistiefel, Hunde sind nicht erlaubt)
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| 11:00 h |
Exkursion ins Helstorfer Moor
- Dr. Eberhard Gärtner, FAM
Treffpunkt: Negenborn, Hannoversche Str. 8, Gasthof zur Linde / Bäckerei
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| 11:00 h |
Exkursion ins Schwarze Moor
- Folke Hein und Ulrich Knocke, Nds. Landesjägerschaft
Treffpunkt: Resse, Osterbergstraße in Höhe des Friedhofes
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| 11:30 h |
Exkursion ins Bissendorfer Moor
- Dr. Reinhard Löhmer, BUND und FAM
Treffpunkt: Wiechendorf (alte Kläranlage, Weg zum Nordturm)
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| 15:00 h |
Exkursion ins Bissendorfer Moor
- Dipl.-Ing. Eckhardt Schmatzler, Deutsche Gesellschaft für Tor- und Moorkunde und Ludwig Uphues, NABU
Treffpunkt: ehemaliges Heideschlösschen, OT Kaltenweide Kananoher Str. 98 / Ecke Waldweg
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| 15:00 h |
Exkursion ins Otternhagener Moor
- Dr. Eberhard Gärtner, FAM und Ludger Schmidt Naturhistorische Gesellschaft Hannover
Treffpunkt: Sportplatz in Resse, Osterbergstrasse
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Mehr zum GR-Projekt "Hannoversche Moorgeest" finden Sie auch hier:
www.moorgeest.de .
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Moorführung des NABU Langenhagen lockt viele Interessierte
www.nabu-langenhagen.de, 07.07.2008
Die Moore in der Region Hannover erfahren momentan viel Aufmerksamkeit. Bei der bisher geführten Diskussion um das Für und Wider der Revitalisierung im Rahmen des GR Projektes "Hannoversche Moorgeest" ist dem Lebensraum Moor bisher wenig Aufmerksamkeit zuteil geworden.
Der NABU Langenhagen lud daher am 28.06.2008 alle Interessierten zu einer vogelkundlichen Abendexkursion an den Südrand des Bissendorfer Moores ein.
Den Auftakt für die Beobachtungen auf dem Weg zum Moor machte ein Neuntöter, der von einem Weidepfosten aus Insekten jagte. Ihm folgten weitere zum Teil akustische Beobachtungen von Singdrossel, Kuckuck und Buchfink. Unmittelbar vor dem Bissendorfer Moor sangen dann auch noch zwei Pirole um die Wette. Zu sehen gab es diese schönen Vögel erwartungsgemäß nicht, da sie sich in den Baumkronen aufhalten und durch die Belaubung selbst ihre auffällige gelb-schwarze Gefiederfärbung getarnt wird. Am Südturm im Bissendorfer Moor angekommen konnten dann jagende Braunkehlchen und Mauersegler, sowie ein Baumpieper beobachtet werden.
Nach einem herrlichen Sonnenuntergang wurde dann die Bühne für die Hauptdarsteller unserer Exkursion freigemacht: eine Waldschnepfe zog auf dem "Schnepfenstrich" (so wird die immer gleichbleibende Flugroute balzender Wald-
schnepfen bezeichnet) hinter dem Turm ihre Bahn. Wenig später, bei fortgeschrittener Dämmerung, begann dann auch der Ziegenmelker (eine Nachtschwalbe) mit seinem Gesang. Dieser verblüffte die Naturfreunde, da man das vom Ziegenmelker verursachte "mechanische schnarren" wohl eher einer Heuschrecke als einem Vogel zuordnen würde. Am Ende teilen die begeisterten Besucher die Ansicht des NABU Langenhagen, dass dieser besondere Lebensraum erhalten und verbessert werden muss. In diesem Sinne hoffen wir auf eine Fortführung des GR Projektes "Hannoversche Moorgeest" und sind sicher, dass es Wege gibt, das Moor zu revitalisieren, ohne dass die Befürchtungen der Anwohner, Landwirte und Kritiker eintreten.
Mehr über die Arbeiten des:
NABU Langenhagen.
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Niedersachsen: Das Land der Hochmoore
Moore der Hannoverschen Moorgeest
Naturschutz-Seminar des NABU Stadtverbandes Garbsen am 08. März
Hannover/Garbsen, 20.02.2008
Niedersachsen ist das moorreichste Land der Bundesrepublik Deutschland. Durch Torfabbau und verschiedene andere Maßnahmen sind die Hochmoorflächen drastisch zurückgegangen. Das Land Niedersachsen hat zum Erhalt und zur Entwicklung der naturnahen Hochmoore und zur Revitalisierung degenerierter Hochmooreflächen bereits vor über 25 Jahren das landesweite Moorschutz-
programm erstellt.
Für die Moore der Hannoverschen Moorgeest (Helstorfer Moor, Otternhagener Moor, Schwarzes Moor und Bissendorfer Moor) ist letztes Jahr das "Naturschutz-Großprojekt Hannoversche Moorgeest" ins Leben gerufen worden. Ziele des Projektes sind unter Anderem die Revitalisierung der Hochmoore mit der notwendigen Wiedervernässung der Torfkörper, die Erhaltung und Wiederher-
stellung der hochmoortypischen Biotoptypen als Grundlage für die darauf angewiesene spezielisierte Tier- und Pflanzenwelt sowie eine lokale Vernetzung der Moore und ihrer Randbereiche.
In den letzten Jahrzehnten ist in der Bevölkerung viel Wissen über "unsere Moore" verlorengegangen. Daher richtet der NABU Stadtverband Garbsen ein "Moorseminar" am 08. März 2008 aus. Das Seminar soll das nicht oder nicht mehr vorhandene Wissen über die ökologische Bedeutung der Moore auffrischen und vermitteln. Neben der Theorie soll die Praxis nicht zu kurz kommen, d.h. es ist auch die Besichtigung eines Moores vorgesehen. Als Referenten konnten Dr. G. Caspers und Dipl.-Ing. E. Schmatzler von der Deutschen Gesellschaft für Moor- und Torfkunde DGMT in Hannover gewonnen werden. Die Projektmanagerin des "Naturschutzgroßprojektes Hannoversche Moorgeest", Frau Freytag (Region Hannover), wird über den Stand der Planungsphase informieren.
Naturschutz-Seminar des NABU Stadtverbandes Garbsen
"Moore der Hannoverschen Moorgeest"
Termin: Samstag, 08. März 2008
Beginn: 9.00 Uhr
Ort: Waldhotel Garbsener Schweiz
Kostenbeitrag/Pers.: 20,- EUR inkl. Mittagessen
Ansprechpartner:
Karl Fischer, Lindenstr. 3, 30827 Garbsen
Tel./Fax 05131-7474
Programm: Moore der Hannoverschen Moorgeest
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Kommentar zur der "Informationsveranstaltung" des Naturschutzgroßprojektes Hannoversche Moorgeest am 20.12.07 in Schlage-Ickhorst
Nicht nur die Technik versagte:
Umweltminister Sander zeigt sich unbelehrbar und heizt die Stimmung an
Von Waldemar Wachtel und Uwe Manzke
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Hannover, 23.12.2007
An der von Sander initiierten "Informations" - Veranstaltung am 20.12.07 in Schlage-Ickhorst nahmen ca. 200 Bürger, Grundstückseigentümer, Landwirte, Naturschützer, Jäger u.a. teil. Bereits in seiner Eröffnungsrede zeigte Sander, dass er den Eindruck des Uninformierten weiter vermittelte. Dadurch wurde die Atmosphäre im Saal von vornherein unnötig aufgeheizt.
Als hätte die Technik aus dem Ministerium dies auch so gedeutet, versagten die Mikrofone anfangs ihren Dienst.
Sander stellte Forderungen in den Raum, die bereits im Vorfeld erster Entscheidungen und Untersuchungen von der Region Hannover auf den Weg gebracht und mit wichtigen Inhalten gefüllt wurden.
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Viel notiert - wenig gesagt, MU Sander
versucht sich zu informieren.
Lieber zu spät, als nie. Dennoch, vorher
wäre besser gewesen.
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Sander zeigte sich uninformiert oder nicht aufnahmebereit für die Hinweise, dass bereits mehrere öffentliche Informationsveranstaltungen an verschiedenen Orten der Region stattgefunden haben und weiterhin stattfinden werden.
Bereits diese ersten Informationsveranstaltungen waren sehr gut, mit jeweils über 150 Teilnehmern, der verschiedensten Interessengruppen besucht. Hier gab es neben den unmittelbaren Informationen zum Projekt viel Zeit und Raum für die Formulierung der Sorgen und der Bedenken. Insgesamt verliefen diese Veranstaltungen aber im Gegensatz zu den angeheizten "Sanderveranstaltungen" in einer sachorientierten und informativen Atmosphäre des "Miteinander".
Die Sorgen der Anlieger und Landwirte sind ernst zu nehmen. Dafür wurden Arbeitskreise gebildet, in denen jeder Bürger, Landwirt oder Verbandsträger aktiv mitarbeiten kann. Hierher und in die Projektbegleitende Arbeitsgruppe gehören die Sorgen und Nöte aller Beteiligten. Hier müssen sie angesprochen, behandelt und anschließend aus der Welt geschaffen werden. Unser Land und dieses bundesweit bedeutsame Projekt braucht die Mitarbeit aller konstruktiv-kritischen Bürger, Landwirte und anderer Interessengruppen. Nur dann kann das große Vorhaben der Revitalisierung der vier Hochmoorkörper gelingen. Inhaltsleeres Wahlkampfgetue und die erschreckend schwachen Kenntnisse eines Umweltministers Sander sind somit völlig fehl am Platz.
Der erste Vorsitzende des NABU Regionalverbandes Wachtel griff Sander dann auch scharf an. Er sagte, dass es eines Umweltministers unwürdig ist, in der Öffentlichkeit zu äußern, dass bei der jetzigen Sachlage das Projekt für ihn gestorben sei. Weiter bemängelte Wachtel die als Wahlrede getarnten Äußerungen, welche die Hardliner und Lobbyisten kurzzeitig befriedigen, ansonsten aber nur wiederholt Öl ins Feuer gießen würde. Er empfahl Sander, sich erst zu informieren und dann zu reden.
Im Übrigen habe sich Wachtel die Internetseiten des Umweltministers genau angesehen. Dort und in seinen Reden behauptet Sander staccatogemäß immer wieder, er mache Umweltpolitik nur mit allen Bürgern und nicht gegen sie. Dann soll er doch sagen, wieso er hier so einseitig handelt und wieso er die Bürger, Landwirte, Jäger und Naturschützer nicht mitnehmen will, die für eine Wiedervernässung der Moore sind, geschweige denn, einer sachlichen und zielorientierten Auseinandersetzung aus dem Wege geht?
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Im Gegensatz zum Vertreter des Landes Niedersachsen beteiligten sich die Re-
präsentanten der Region Hannover nicht an der polemischen Theateraufführung in der Wedemark. Wohltuend waren daher die sachlich fundierten und inhaltsreichen Rede- und Wortbeiträge von Prof. Axel Priebs und Gerhard Meyer sowie die Projektpräsentation von Elke Freytag - hier wurden Informationen vermittelt.
Zum Abschluss appellierte Wachtel an die Landwirte, die Grundstückseigentümer und andere den Mut und die Verantwortung aufzubringen sich inhaltlich in den Arbeits-
kreisen zu beteiligen, anstatt andere Redner einfach niederzubrüllen.
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v.l.n.r.: Prof. Axel Priebs,
Gerhard Meyer und Elke Freytag.
Die Mitarbeiter der Region Hannover
informieren über das Projekt.
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Herr Sander lernen Sie aus diesen und den Fehlern der Vergangenheit, damit sie und Ihr Amt nicht weiter beschädigt werden.
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"Das «ohne mich» ist die Zerstörung aller demokratischen Gesinnung"
(Theodor Heuss).
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Kommentar und ergänzende Informationen
"Minister hat Zweifel am Moorprojekt"
- MU Sander kommt wiederholt ins Gerede -
Auf seiner Bereisung im Vorfeld der Landtagswahlen 2008 hat sich der Niedersächsische Umweltminister nicht zum Ersten Male wenig informiert und sachorientiert gezeigt
Von Uwe Manzke
Hannover, 11.12.2007
Aufgrund eines Presseartikels in der Nordhannoverschen Zeitung und in der Leine Zeitung vom 05.12.2007 sehen wir uns veranlasst, die Äußerungen des Herrn Minister H.-H. Sander zum "Naturschutzgroßprojekt Hannoversche Moorgeest" nicht unkom-
mentiert zu lassen:
Auf einer "FDP-Veranstaltung" in Resse am 04.12.07, an der auch der Nieder-
sächsische Umweltminister Sander teilnahm, wurde Wahlkampf betrieben, und die anwesenden Teilnehmer wurden durch abträgliche Äußerungen in offensichtlicher Unkenntnis der Verpflichtungen des Landes Niedersachsen getäuscht. Der Nds. Umweltminister meinte den Anwesenden sagen zu müssen, dass das "... Projekt gestorben ist" (Nordhannoversche Zeitung vom 05.12.07). Auch soll er gesagt haben, dass man so keine Umweltpolitik machen könne.
Recht hat er, der Herr Minister, so kann man keine Umweltpolitik machen und die Befürchtungen und Bedenken der niedersächsischen Wähler und Wählerinnen mit derartigen Äußerungen scheinbar befriedigen.
Hier wurde unnötig Öl ins Feuer gegossen. Vielmehr gilt es, miteinander zu reden und nicht auf Kosten der Bürger und zu Lasten eines gesamtstaatlich repräsentativen Projektes Wahlkampf zu betreiben.
Nicht zum ersten Mal zeigt sich der Minister daher wenig informiert. Nach jahrelangen Bemühungen und vielen Vorarbeiten erfolgte der offizielle Startschuss für das Naturschutz-Großprojekt "Hannoversche Moorgeest" Ende letzten Jahres mit Zustimmung und finanzieller Beteiligung des Landes Niedersachsen.
Bei der Übergabe des Bewilligungsbescheides durch den Präsidenten des Bundesamtes für Naturschutz Prof. Dr. Hartmut Vogtmann an den Regionspräsidenten Hauke Jagau war auch der Staatssekretär Dr. Christian Eberl vom Nds. Umwelt-
ministerium dabei.
Ausdrücklich betonte Jagau bereits auf diesem Festakt im Schloß Landestrost, "die sozioökonomischen Rahmenbedingungen des Projektes nicht aus dem Blick zu verlieren, was zum einen nichts anderes heißt, als den dort ansässigen landwirtschaftlichen Betrieben das Wirtschaften auch weiterhin zu ermöglichen oder Alternativen dazu aufzuzeigen und zum anderen neue Wege zu finden, wie das dann ungleich attraktivere Gebiet für die Erholung genutzt werden kann, ohne dass der Naturschutz darunter leidet" (Region Hannover 07.12.06). Auch gälte es, in dem Planungsprozeß größtmögliche Einigkeit über das "Wer, Wo, Wie, Wann und Was" mit allen Beteiligten zu erzielen.
"Der verantwortliche Umgang mit unserer Natur wird in erster Linie durch die Bevölkerung vor Ort getragen."
In diesem Sinne informierte die Region Hannover auf zwei öffentlichen Informationsveranstaltungen im Mai und Juni 2007 in Garbsen und in der Wedemark. Beide Veranstaltungen waren sehr gut besucht, und es wurden viele Fragen gestellt und erste Antworten gegeben.
Weiterhin wurden sechs Arbeitskreise mit den Themen:
- Landwirtschaft
- Forstwirtschaft
- Wasserwirtschaft
- Naturschutz
- Perspektiven für die Einwohner
- Freizeit und Erholung
ins Leben gerufen.
Die Arbeitskreise sind für alle Interessierten offen und werden Anfang 2008 erstmalig zusammenkommen. Darüberhinaus fand mittlerweile die erste Sitzung der Projektbegleitenden Arbeitsgruppe statt. In dieser sind ein fester Teilnehmerkreis aus Kommunen und organisierten Interessenverbänden vertreten.
Des Weiteren wurde das Projekt auf dem Entdeckertag der Region Hannover mit einem eigenen Infostand vorgestellt und es wurde ein Faltblatt mit vielen Informationen zum Projekt erstellt.
Anstatt die (Noch-)Wähler zu beirren und die Fachleute durch wiederholte Zusammenkünfte an ihrer Arbeit zu hindern, sollte der Minister seine Hausaufgaben besser erledigen und weniger selbstherrlich und profilsüchtig auftreten. Dies schadet dem Amt eines Ministers und insgesamt dem Ansehen unseres Bundeslandes und der Bundesrepublik, wie der aufmerksame Bürger und Wähler mittlerweile leider wiederholt bemerkt haben dürfte (Der Sachverständigenrat für Umweltfragen stellt dem Niedersächsischen Umweltminister Sander ein denkbar schlechtes Zeugnis aus). "Setzen, ... ."
Mehr:
Offener Brief des BUND vom 06.12.2007 aufgrund der Äußerungen von MU
H.-H. Sander auf einer "Wahlveranstaltung" der FDP in Resse am 04.12.2007
www.moorgeest.de Projektseiten der Region Hannover mit vielen
Informationen
oder hier:
www.hannover.de/de/umwelt_bauen/umwelt/nat_schu/moorgeest/index.html
Faltblatt / Flyer der Region Hannover zum Projekt "Hannoversche Moorgeest"
25 Jahre Moorschutzprogramm
Wulff und Sander: Moorschutzprogramm ist eine Erfolgsgeschichte
(Pressemitteilung des MU Nr. 65/2006 vom 14.06.2006).
Neues Naturschutzgesetz kommt nicht
Helm: "Umweltminister muss Gesetz gründlich überarbeiten" (13.07.2007).
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Ein GR-Projekt von Bund, Land und der Region Hannover, das wir unterstützen
"Naturschutzgroßprojekt Hannoversche Moorgeest"
Start der Planungsphase mit zwei öffentlichen Informationsveranstaltungen
Hannover, 13.06.07
Am 31. Mai und am 12. Juni fanden in Garbsen-Osterwald und in der Wedemark, in Schlage-Ickhorst, öffentliche Informationsveranstaltungen zum "Naturschutzgroßprojekt Hannover-
sche Moore" statt.
Die Inhalte und Zielsetzungen des GR-Projektes (GR = von gesamtstaatlich repräsentativer Bedeut-
ung) wurden anhand einer Einführungs-
veranstaltung allen Interessierten und Beteiligten erläutert.
Zunächst wurden die beteiligten Behörden und Behördenvertreter sowie die beauftragten Büros vorgestellt (s.u.). Dann beschrieb die Projektmanagerin Elke Freytag die weitere Vorgehensweise.
Das Projekt untergliedert sich in zwei Phasen:
1. Die Planungsphase (Dauer: 3 Jahre; Etat: ca. 819.000 €)
und
2. Die Umsetzungsphase (Dauer: 7 Jahre; Etat: ca. 5,0 Mio. €).
Die Planungsphase wird drei Jahre dauern. Enthalten sind Untersuchungen und Bewertungen sozioökonomischer Belange, Erstellung eines Pflege- und Entwicklungsplanes (Erfassungen, Geländeerhebungen, wasserwirtschaftliche Erhebungen, Dokumentation des "Ist-Zustandes" etc.), die Einrichtung begleitender Arbeitskreise (offen für alle interessierten Beteiligten - jeder ist aufgerufen mitzuarbeiten), der Öffentlichkeitsarbeit und einer begleitenden neutralen Moderation. Basierend auf den Ergebnissen der Grundlagenerhebungen und Formulierungen einzuleitender Maßnahmen soll nach drei Jahren eine Entscheidung für oder gegen die für sieben Jahre angesetzte Umsetzungsphase getroffen werden.
Im Anschluss fand eine offene Gesprächs- und Fragerunde statt. Bei beiden Veranstaltungen wurden Argumente für und Bedenken gegen das Projekt geäußert. Erfreulicherweise waren beide Ver-
anstaltungen sehr gut besucht und auch der "Umgangston" untereinander war sachorientiert. Weitgehende Einigkeit und Zustimmung unter den Anwesenden besteht in dem Bestreben, die vier betroffenen Moore, das Bissendorfer Moor, das Helstorfer Moor, das Otternhagener Moor und das Schwarze Moor zu erhalten und wieder als "lebende" Hochmoore zu entwickeln und zu fördern.
Einigkeit unter den betroffenen und vor Ort wirtschaftenden Landwirten besteht darüber hinaus, dass diese keine Ein-
kommenseinbußen hinnehmen möchten und können. Besorgte Anwohner äußerten ihre Bedenken hinsichtlich "nasser" Keller und möglicher "Mückenplagen". Auch wurde die aktuell viel diskutierte und seit einigen Jahren vermehrt wahrzunehmende globale Klimaerwärmung in die Diskussion eingebracht.
Sowohl die unmittelbar anliegenden NABU Gruppen und Stadtverbände, als auch der Regionalverband Hannover unterstützen dieses GR-Projekt. Wir möchten alle Interessierten und Fachleute aufrufen, sich in den jeweiligen Arbeitskreisen zu beteiligen. Dies ist auch nachträglich möglich.
mz
Wir stellen Ihnen hier die beteiligten Behörden und Büros vor:
Region Hannover
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Ansprechpartner und Projektmanagerin:
Elke Freytag
Tel. 0511 / 616 - 2 24 35
E-Mail: Elke.Freytag(at)region-hannover.de
Projektassistentin:
Gudrun Wöltje
Tel. 0511 / 616 - 2 24 34
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Prof. Axel Priebst, Umweltdezernent
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Gerhard Meyer, Fachbereichsleiter Umwelt
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Günter Wendland, Teamleiter, Team Naturschutz Ost
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Wolfgang Fiedler, Teamleiter, Team Naturschutz West
Bundesamt für Naturschutz
Beauftragte Büros
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Ulrike Franke, BTE (TourismusManagement Regionalentwicklung)
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Dr. Thomas Kaiser, alw (Arbeitsgruppe Land und Wasser)
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Mathias Fischer, Biodata
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Andreas Peters, Ingenieurgesellschaft Heidt & Peters
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Dr. Christoph Ewen, Team-Ewen, Moderation.
Mehr:
auf den Seiten der Region Hannover
und Auswahl zu genannten Problemfeldern,
Geschichte der Malaria, in Deutschland (Eine Krankheit der Armen?).
Blauzungenkrankheit bei Schafen und Rindern Nds. Landesamt für
Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit
Blauzungenkrankheit bei Schafen und Rindern Die landwirtschaftliche
Zeitschrift.
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Termine - Entkusseln
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z.B. Pflegemaßnahmen in den Mooren im Winterhalbjahr 2008/09
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Das Schloss im Moor
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Eine Sage aus dem Bissendorfer Moor
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Regenland
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Moorlandschaften in Niedersachsen nach Torfabbau
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Langenhagener Moorbüchlein
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Langenhagener Moorbüchlein
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Projektpartner
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Ein König sucht sein Reich
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NABU BFA Feldherpetologie und Ichthyofaunistik
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Besuchen Sie die Seiten des NABU BFA Feldherpetologie und Ichthyofaunistik
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Treten Sie ein für Mensch und Natur
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Werden Sie Mitglied im NABU - die Natur braucht Ihre Hilfe. |
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Schauen Sie einfach mal rein!
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